Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat zwei Publikationen zu Großbritannien nach den Wahlen herausgegeben. Im Pressetext dazu heißt es: "Die Unterhauswahlen von 2010 signalisieren den Beginn einer neuen Phase der britischen Politik. Karl-Heinz Spiegel, Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in London, analysiert das Wahlergebnis und beschreibt, mit welcher Agenda die neue Koalitionsregierung die innen- und außenpolitischen Herausforderungen bewältigen möchte. Ebenso weist er darauf hin, dass nun für die Labour-Partei eine Zeit der Aufarbeitung der Regierungsjahre, eine Neuaufstellung und Re-Organisation der Partei beginnt. Download "Großbritannien nach der Parlamentswahl. Das Pendel schlägt zurück".
In einer weiteren Analyse zieht Jürgen Krönig eine durchwachsene Bilanz der dreizehnjährigen Regierungszeit von Labour. Zwar konstatiert er, dass selbst die Tories den "progressiven Konsens" akzeptiert haben und Großbritannien unter Labour zu einer "liberalisierten Sozialdemokratie" transformiert wurde. Zugleich kritisiert der Autor das überhöhte Vertrauen der Labour-Regierung in den Erfolg zentral gelenkter Feinsteuerung sowie auf die Verheißungen des technischen Fortschritts. So ergibt sich beispielweise für die Bereiche Bildung, Gesundheit und Sozialpolitik eine eher nüchterne Bilanz." Download "Großbritannien nach Labour".