Brexit, the English Identity Crisis

20. Februar 2018 20:00

Colin Munro

Das Referendum vom 23. Juni 2016 war eine Manifestation der englischen Identitätskrise und demonstrierte das Versagen des Landes, sowohl mit dem Verlust des Empire fertig zu werden als auch den Tatbestand zu akzeptieren, dass England Teil des Vereinigten Königreichs und der Staatengemeinschaft von Europa ist. In Schottland stimmten 62% der Bevölkerung gegen den Brexit.
Die Union mit Schottland ist jedoch von großer Bedeutung, da sie die Illusion einer britischen Identität aufrecht erhält und die Premierministerin befähigt, dass sie bei den Brexit-Verhandlungen den Willen des britischen Volkes geltend macht – eine absurde Behauptung nach Ansicht des Referenten.
Das Vereinigte Königreich hat eine schwache, gespaltene Regierung, die sich von den Abgeordneten überrumpeln lässt, die den Brexit um jeden Preis fordern.
Sollte der harte Brexit zustande kommen, würde dies desaströse Konsequenzen für die internationalen Beziehungen des Landes nach sich ziehen. Colin Munro nimmt diese komplexe Problematik scharf analytisch unter die Lupe.

Colin Munro stammt aus Edinburgh und studierte Fremdsprachen in Edinburgh und International Studies in London. 1969 trat er in den diplomatischen Dienst ein und bekleidete in vielen europäischen Hauptstädten hohe diplomatische Posten, u.a auch in Ost-Berlin bis zum Fall der Mauer. Wegen seiner reichhaltigen Erfahrung ist er als Referent und Berater in Fragen der europäischen Sicherheit und des Brexit gefragt und ist auch in der Ausbildung junger Diplomaten tätig. Sein besonderes Interesse gilt Themen nationaler und kultureller Identität, die seit dem Fall der Mauer wieder aktuell geworden sind. Er lebt jetzt mit seiner deutschen Frau in Wien, wo er die Gesellschaft ‚UK Citizens in Austria‘ als Landesgruppe der europaweiten Vereinigung britischer Bürger gegründet hat und jetzt leitet.

In Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie Sankelmark

Unkostenbeitrag: 5 Euro
Schüler / Studenten: 3 Euro
Mitglieder: frei

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