Geschüttelt, aber ungerührt. Was England anders macht

20. Juni 2022 19:00

Marion Löhndorf

Dass Großbritannien anders tickt, ist Kontinentaleuropäern spätestens seit der Brexit-Abstimmung klar. Besonders England pflegt einen nostalgischen Stolz auf seine Historie. Zugleich jedoch zeigt es sich entschieden zukunftsorientiert und innovationsfreudig. Ausgeprägte Spannungen zwischen den sogenannten somewheres und den anywheres, die im Brexit kulminierten, sind die Folge. Wie sich die besondere Mischung aus Traditionsbewusstsein und Weltoffenheit im gesellschaftlichen Leben ihrer Wahlheimat niederschlägt, führt uns Marion Löhndorf anhand von Erfahrungen aus dem Alltag vor Augen und fragt: Was ist eigentlich typisch englisch? Ihre Beobachtungen bieten eine unverzichtbare Orientierungshilfe für das Selbstverständnis und die politische Situation jenseits des Kanals.

Marion Löhndorf, gebürtige Bonnerin, ist seit 2010 Kulturkorrespondentin der Neuen Zürcher Zeitung in London. Zuvor sechs Jahre in der Kommunikationsabteilung eines DAX-Unternehmens. Von 2001-2004 berichtete sie bereits für die dpa über Kunst, Literatur, Theater, Film und Kulturpolitik aus London. Sie schrieb 13 Jahre lang fürs Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Buch-, Film- und Kunstkritiken und Reiseberichte. Studium der Komparatistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Bonn. Sie ist Autorin und Co-Autorin mehrerer Film-Bücher und lebt in der Nähe von London. Ihr Buch „Geschüttelt, aber ungerührt“ erschien 2021 im Zu Klampen Verlag.

Im Anschluß an den Vortrag laden wir herzlich zu einem Umtrunk ein.
Das zum Zeitpunkt des Vortrags gültige Hygienekonzept geben wir rechtzeitig bekannt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Universitätsclub Bonn statt.

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